Briefkasten

Bitte Einwürfe über die  Kommentar-Taste

31 Antworten zu „Briefkasten“

  1. Michael Krause sagt:

    Schlecker ist keine GmbH sondern ein e.K.

  2. Elfi sagt:

    Hallo Gaby, ( zu deinem Kommentar vom 6. Januar 2012 um 21:34)

    Wir alle leben im deutschen Kapitalismus – seit mindestens 20 Jahren zunehmend neoliberal globalisierender Prägung. Diese ist an niemand spurlos vorbeigegengen.

    Die Plutokraten haben den Staatshaushalt mittels verschiedenster Regierungen an die Kette gelegt und sagen wo es im angloamerikanischen Finanzstil lang geht. Solange der GINI-Koeffizient erträgliche Verteilung widerspiegelt und der Mittelstand zufrieden ist (Hoffnungsträger Auftsiegsmobilität), wird der deutsche Michel nicht aufbegehren, sondern seinen parteipolitischen Medienreferenten (sie flimmern ja auf allen Kanälen) je nach sozialer Schicht und Gusto treu folgen.

    Die Führungseliten aller Coleurs sorgen sich sehr um ihre soziale Sicherung und sonst um (fast) gar nichts. Sie verteilen die Steuergelder und legen die Steuerhöhe schön sozial geschichtet bibeltreu fest (wer hat, dem sollst du geben). Sie entscheiden über Krieg und Frieden und Souveränitätsaufgabe und Abschaffung des GG. Sie sind offen für jede Art von Erpressung durch Wirtschaft und Finanzen (Verlagerung, Entlassung, Schließung) und reden sich mit globalem Wettbewerb angeblich zwischen Staaten von ihrer sozialen Verantwortung frei.

    Insofern alle von uns in diesem System leben, sind auch wir von ihm geprägt. Es ist daher falsch sich selber die einzige wahre Sicht der Dinge zuzugestehen, indem man anderen diese simpel abspricht. Wenn du meinst nur Herr Jahnke und caw hätten im Blog diese Wahrheit gepachtet (“einzig klardenkender Mensch”), hast du dich ja selbst davon ausgeschlossen, was deine Artikel entwertet – und andere beleidigt.
    Andere Meinungen (außer bei reinen Demagogen und Dümmligen) kommen durch andere Prägungen zustande, die Weltsicht- oder Anschauung kann völlig verschieden sein. Auch ein Lafontaine muss zuerst mal im Kontext seiner Äußerungen verstanden werden. Als Politiker ist man immer in Opposition zu anderen Parteien und es wird viel Zweckdienliches geschwätzt. Man könnte aber auch seine Analysen nehmen und viel tiefere Gedankengänge erkennen. Ob diese schlüssig genug sind oder gar politikfähig, obliegt einer genaueren Bewertung. Und manchmal zeigt erst die Geschichte wer Recht hatte und wer nicht. Bitte sprich mir und anderen nicht ab, klar denkende Menschen zu sein.
    Beste Grüße
    Elfi

    • Gaby sagt:

      Liebe Elfi,

      selbstverständlich gehöre ich politisch wie wirtschaftlich nicht zu den klar denkenden Menschen, weil mir der Durchblick fehlt, ein Umstand, den ich nie verschwiegen habe. Erst auf dieser Plattform erschließen sich mir mehr und mehr politische wie volkswirtschaftliche Zusammenhänge bzw. Begriffe und meine Kommentare haben natürlicherweise Mängel, sei es, weil es mir an Ausbildung fehlt oder an entsprechender Lebens- wie Berufserfahrung. In diesen beiden Beziehungen (politisch und wirtschaftlich) sind mir Dr. Jahnke und caw Äonen voraus, können also, unter Berücksichtigung dieses Kontextes, wesentlich klarer denken als ich und viele andere Menschen.

      Sollte ich Dich oder jemand anderen unbeabsichtigt beleidigt haben, entschuldige ich mich hiermit.

      Mit freundlichen Grüßen

      Gaby

  3. Gast sagt:

    Hier der Beweis, was die CDU/CSU wirklich ist: ein asozialer Haufen!

    http://www.taz.de/Unterbezahlung-von-Leiharbeitern/!84170/

    Findet dies einen Platz in der Presseschau, auch wenn er gegen die CDU geht? Sich nicht mit Inflation, also der Entwertung der Vermögen der Bessergestellten, befasst?

    Als Kommentar dazu zitiere ich einen der Artikelleser, Hans, der diesen Artikel kommentierte (Mir fehlen ob meiner Wut schlicht die Worte. Dreinschlagen könnte ich.):

    von Hans:
    So viel zur Ernsthaftigkeit der CDU. Auf dem Parteitag klatschen sie, wenn die Kameras eingeschaltet sind. Da machen sie einen auf sozial, aber in Wirklichkeit schlägt deren Herz auf der rechten, der Arbeitgeber-Ausbeuterseite. Wenn es in der deutschen Politik ein Tiefkühlfach gibt, dann dort wo Ursula von der Leyen und die CDA-Alibitruppe ihr Unwesen treiben.

    Dagegen ist die FDP in ihrem Blickwinkel der Wettbewerbsverzerrung durch Lohndumping geradezu glaubhaft, aber auch nur oberflächlich (Siehe Guido-Hartz-IV).
    Schade, dass wir mit der SPD eine Opposition aus Gurkengläsern haben … was da drinnen ist, steht drauf: Ein Ersatzgurkentruppe.

    • Elfi sagt:

      > Und die Justiz wirkt – wie es Marx schon vor 150 Jahren erläuterte – als machterhaltender Büttel >
      Hallo Gast,
      solange Eigentums- vor Sozialschutz geht und solange antisoziale Schulden- statt Profitbremsen das Grundgesetz verdrehen, wird der Staat und seine Machtorgane formaljuristisch stets auch den hungrigen Arbeitslosen einen Dieb nennen und die Liberalen ihn einen dekadenten Arbeitsscheuen. Ob Pfandbon für 1,80 oder das Sekretärinnenbrötchen vom Verhandlungstisch der Chef oder ein Keks aus der Mülltonne – Eigentum ist nicht mehr dem Allgemeinwohl verpflichtet, so wie der Eigennutz aus diesem Eigentum es nicht sein kann. Erschreckend ist die Ernsthaftigkeit, mit der Bäcker, Staatsanwaltschaft und Gericht diese Bagatelle verfolgen und alle Register ziehen. Das erinnert an die bürokratischen Blockwarts der Hitlerzeit. Ein Bürger ist heute eben nicht systemisch und wäre er Griechenland oder eine Bank – er müsste für die Milliarden zu seiner Rettung nicht adäquat arbeiten. Aber so – to small to be supported (zu klein um unterstützt zu werden).
      Zur Frage der Inflation hat Herr Jahnke jetzt eine Antwort gegeben im 2. Teil von global news 2581 14-01-12: Wie gut ist eigentlich die Arbeit der deutschen Gewerkschaften?.
      Sie finden das im Kapitel:
      Bei Inflation leiden vor allem die “kleinen Leute” und profitieren die Reichen http://www.jjahnke.net/rundbr88.html#2580
      Beste Grüße
      Elfi

  4. Gast sagt:

    Jahrzehntelange asoziale Politik, betrieben von den neoliberalen Parteien CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne musste zwangsläufig zu solchen Umständen führen:

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-in-lueneburg-mann-nahm-kekse-aus-muelltonne-1.1253894

    Und die Justiz wirkt – wie es Marx schon vor 150 Jahren erläuterte – als machterhaltender Büttel!

  5. Gast sagt:

    http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/s/d/03.01.2012-19.05/b/fuer-gelenkten-kapitalismus.html

    Das, was dort im Bericht beschrieben und von Prof. Max Otte (zurück)gefordert wird, ist das, was gemeinhin als “Rheinischer Kapitalismus” bezeichnet wird.

    Wer und welche Gruppierung, der und die heute in den Mainstreammedien Gehör findet – zumindest hin und wieder, wenn auch zumeist auf polemischen Wege negativ bewertet -, erhebt heute solche Forderungen?

    Lafontaine und Die Linke! Beispiel: Vergemeinschaftung der Banken, der Stromkonzerne, der Bahn. Man erinnere sich auch daran, dass Lafontaine, noch als SPD-Finanzminister sich schon Ende der Neunziger für eine stärkere Regulierung des Finanzsektors stark machte und deshalb von der englischen Press (Murdock!) als “gefährlichster Mann Europas” bekämpft wurde. Eine Kampagne, die dann von der hiesigen Presse, zuvörderst Bild, schnell aufgegriffen wurde, die eine SPD-Regierung fürchtete und bekämpfte, die ihr zentrales 98-Wahlversprechen – mehr Soziale Gerechtigkeit! – noch ernst nehmen würde.

    Ach, hätte sich Lafontaine damals gegen die in der SPD-Führung schon damals mehrheitliche Kamarilla um Schröder (Hombach, Steinmeier, Clement, das ganze Seeheimer-Gesocks) nur durchgesetzt … was wäre uns an Finanzkrise und die daraus resultierende heutige Eurokrise erspart geblieben. Und ein dermaßen großer Sozialabbau (Schleifung der Sozialen Sicherungssysteme, verstärkte Umverteilung von Unten nach Oben (starke Senkung des Spitzensteuersatzes, niedrige Abgeltungssteuer, etc.) wie es unter den Schröderistis und nachfolgend unter Müntefering & Co (Rente mit 67) gegeben hat, wäre uns wohl auch erspart geblieben. Nicht zu reden von der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe mit der Sozialhilfe auf Sozialhilfeniveau (heute darunter!).

    Kurzum, das “S” in “SPD” stünde wahrscheinlich noch zurecht im Namen. Heute müsste die SPD sich so schreiben: “s”PD!

    Findet wenigstens obiger Link Niederschlag in der Presseschau?

    • globalnote sagt:

      Mit der Geschichte des Rheinischen Kapitalismus sollten wir etwas vorsichtiger umgehen. Der Rheinische Kapitalismus beruhte nicht auf einer Verstaatlichung der Banken. Und staatliche Banken, nämlich die famosen Landesbanken mit von den Politikern, nicht selten im Rahmen einer Selbstversorgung, bestelltem Personal hat ebenso, wenn nicht noch schlimmer, spekuliert und Kosten auf den Steuerzahler abgewälzt, als die privaten Banken. Auch die Vergemeinschaftung der Stromkonzerne gehörte nicht zum Rheinischen Kapitalismus. Beispielsweise wurde RWE von Stinnes als gemischtwirtschaftliches Unternehmen mit privaten und kommunalen bzw. staatlichen Anteilseignern aufgesbaut, wobei die privaten den größeren Einfluß hatten.

      Warum Lafontaine das Handtuch geworfen hat, ist bis heute nicht ganz klar. Murdoch allein hätte das in Deutschland nicht herbeigeführt, auch nicht die BILD.

    • Elfi sagt:

      Sie meinen wenn sich Lafontaine damals mit seiner Idee der Finanzmarktregulierung durchgesetzt hätte müssten wir das S bei sPD nicht klein schreiben. Das wäre wohl so gekommen.

      Ich denke, wenn Lafontaine sich hätte durchsetzen können, hätte er es getan. Aber da standen Kräfte gegen ihn, die viel stärker waren als Schröder, der sich denen einfach anpasste.
      Jahre nach seinem Rücktritt meinte Lafontaine einmal er sei völlig überrascht gewesen in welches Wespennetz er mit dieser Idee gestochen hat.
      Ich persönlich habe bei seinem damals blauäugigen Vorstoß die Luft angehalten und gedacht, das überlebt er nicht. Das Spielzeug lassen sich die Finanzkreise nicht wegnehmen.
      Warum wusste er das nicht vorher in welchem Wespennest er agiert?. In welcher Welt hat er sich bewegt, was hatte er verstanden von den Machtverhältnissen in dieser Welt ?
      Das muss man eben auch mitdenken, wenn man an Lafontaine denkt.
      Beste Grüße
      Elfi

      • Gaby sagt:

        Hallo Gast, Elfi und Mitlesende,

        dem Hohelied auf Lafontaine (und die Linke) kann ich nicht zustimmen und zwar aus folgenden Gründen, die noch immer aktuell liegen, sich aber jenseits des schlimmen Noskes, des sozialpolitischen Bluthundes des 20. Jhr. abspielen, aber doch innerhalb seines politischen Wirkkreises.

        Als Ministerpräsident des Saarlandes forderte Lafontaine bereits 1988 Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich und längere Maschinenlaufzeiten durch Ausdehnung der Wochenendarbeit (1989). 1993 forderte er längere Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst ohne Lohnausgleich.

        1998 folgte die Forderung nach Zwangsarbeit für die Deutschen und per BILD ließ er das deutsche Volk wissen: “Wir werden ähnlich wie in England dafür sorgen, dass die Zahlung von Sozialhilfe an strengere Regeln geknüpft wird! Eine angebotene Arbeit muss angenommen werden. Sonst wird die Sozialhilfe gekürzt!” Sozialstaatliche Leistungen sollten nur noch nach Bedürftigkeit gewährt werden, was einer faktischen Abschaffung der Arbeitslosenversicherung gleichgekommen wäre. Das hätte den Unternehmern mehr als gefallen!!

        2003 verlangte Lafontaine die Heraufsetzung des offiziellen Rentenalters von 65 Jahren auf xx. Und so weiter und so fort. Die Liste, die Lafontaine als knallharten Kapitalisten ausweist, ist lang, wie beispielsweise seine “Rotlicht”-Affäre oder die Aussetzung des freien Journalismus durch die “Lex Lafontaine”, eine Einschränkung der Pressefreiheit in 1999, die die saarländische Regierung im März 2000 wieder zurück nahm. Das erinnert uns aktuelle an uneren Bundespräsidenten Wulff – ja, die Ähnlichkeit des Falles ist frappierend.

        Um alle diese Einschnitte ins soziale Netz und die Demokrartie zu verschleiern, ist sich Lafontaine schon gar nicht fies, rassistische Ressentiments zu entfachen. 1992 hat er gemeinsam mit der CDU, SPD und FDP zum Asylkompromiss beigetragen, was die faktische Abschaffung des deutschen Asylrechts bedeutet. Darüber hinaus befürwortete Lafontaine die Einrichtung von Flüchtlingslagern in Nordafrika.

        In 2004 bedrohte der Frankfurter Polizeipräsident Manfred Daschner einen Festgenommenen mit Folter, um das Versteck eines Kindes heraus zu bekommen. Lafontaine äußerte in der hitzigen deutschen Debatte, dass er es genauso gemacht hätte und ignorierte dabei bewußt oder unbewußt die UN-Anti-Folter Konvention (Artikel 1), wonach seit 1984 bereits die Androhung von Folter Folter ist. Ich denke, spätestens 2004 hat Lafontaine bewiesen, kein Demokrat zu sein.

        2005 verlangte Lafontaine, deutsche Arbeitnehmer vor “Fremdarbeitern” zu schützen. Die Vokabel “Fremdarbeiter” lehnt sich eng ans Nazi-Vokabular an. Vermutlich dachte sich Lafontaine, der NPD in dieser Redensart ein paar Wählerstimmen wegschnappen zu können, wenn er den Neonazis ähnlich wird und dabei scheinheilig auf den DUDEN verweist, wie dessen Intellektuelle immer aus dem liberal-konservativen Lager kommen. wie in der Günter Grass und aktuell Gauck.

        Also, wo “links” draufsteht, ist meistens wirtschaftsliberal-konservatives Denken und Handeln drin. Lasst euch doch nicht immerzu von dem Märchen veralbern, die linksdrehenden Menschenfreunde wären nicht mit dem Kapitalismus verheiratet!!! Mit ihrer netten Maske der Menschlichkeit treten sie euch seit 1848 immer tiefer in den kapitalistischen Sumpf hinein – allein ihr merkt das nicht, weil das “S” oder “C” im Parteinamen steht und ihr diesen Zeichen vertäut. Dieses Vertrauen ist mittelalterliches Denken, also jenseits des 21. Jhr.

        Im übrigen schließe ich mich Dr. Jahnkes Kommentar zu diesem Thema vollumfänglich an. Er scheint mir überhaupt der einzig klardenkende Mensch, neben caw, auf diesem Blogg zu sein, der die Welt so sieht, wie sie ist.

        Bis denne,

        Gaby

  6. Gast sagt:

    Soweit sind wir schon! Die Armen sollen gerademal so überleben:

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/statt-hartz-iv-vorschuss-ausgabe-von-essenstueten-809653.php

    Der Rechtstaat gilt anscheinend nicht mehr für Arme. Denn wie könnten sich Jobcenter sonst solche widerrechtlichen Praktiken leisten. – Es ist ja nicht die Ausnahme. Seit Jahren liest man immer wieder über vergleichbare Fälle. Ich erinnere hier an ungerechtfertigte Sanktionen für Hochschwangere.

    MfG

    • Gaby sagt:

      Hallo, Gast,

      ich vermute, Du hast über Deine hier völlig zurecht geäußerte Empörung nachgedacht. Zu welchen gedanklichen Ergebnissen ist Dein real empfundenes Entsetzen gelangt?

      Mit großem Interesse lese ich Deine Antwort,

      Gaby

    • Elfi sagt:

      Hallo Herr Gast und Gaby,

      Vielleicht freut sich ja der Wohnungsvermieter, wenn er in Schweinefleisch bezahlt wird. oder die Elektrizitaetswerke.
      Sorry, dazu faellt mir nix anderes ein, als das……..
      Schade, dass das nicht Schule macht.
      Waere doch ne adequate Antwort…..
      Gruesse Elfi

      • Gast sagt:

        Und wie soll das gehen? So liefert er dem Vermieter einen willkommenen Grund, seinen armen Mieter fristlos zu kündigen und die Wohnung zu einer höheren Miete an solventere Mieter neu zu vermieten. Und der große Stromkonzern wird einfach den Strom abstellen und den Armen im Dunkeln sitzen lassen … Als armer Mensch sitzt man immer am kürzeren Hebel.

        Und sollte der Arme irgendwann ob der Drangsalierungen explodieren, dann schlägt der Obrigkeitsstaat mit all seiner Macht zu. Entweder wird er kriminalisiert und sanktioniert oder für geistig unzurechnungsfähig erklärt.

      • Elfi sagt:

        War ja ironisch von mir formuliert.
        So, wie sie das beschreiben, ist es – leider – meistens.
        Beste Grüße
        Elfi

  7. Gast sagt:

    Hallo,

    hier eine Schilderung einer Inneneinsicht in die neue Partei, “die Piraten”:

    http://www.hartz4-plattform.de/pdf/cyber-mobbing-gegen-brigitte-vallenthin-27.11.2011.pdf

    Mag sein, dass andernorts sich andere Leute unter der Piratenflagge versammelt haben. Aber mittlerweile häufen sich die Berichte, dass NPD-Mitglieder und ehemalige NPD-Mitglieder in der Piratenpartei eine neue Basis gefunden haben.

    Mfg

    Gast

    • Elfi sagt:

      Danke für die Zusendung,
      ich bin mir auch noch nicht im Klaren, was von dieser Partei zu erwarten ist. Erfahrungsgemäss ist wohl von allen Gruppierungen, die auf Stimmenfang aus sind und zu Institutionen werden wie Parteien, auf Dauer nichts zu erwarten. Es wäre schön mal eines Besseren belehrt zu werden.
      Behalten wir uns so oder so erst mal unsere kritische beobachtende Distanz.

      Schöne Festtage
      Elfi

  8. Gaby sagt:

    Betr.: Eurokrise – Wie Hedgefonds gegen Südeuropa wetten
    Elfis Kritische Sammlung 109, Inland

    Liebe Elfi und Mitlesende,

    Kopp-TV hat am 1. Juni 2011 über die scheinbare spekulative Verwicklung Papandreous’ Familie in Höhe von 23 Milliarden griechischen Staatsvermögens berichtet.

    Die gleiche Meldung habe ich im Sommer 2010 auf Youtube.de gesehen, ausgestrahlt entweder von ARD oder ZDF; hier wurde die Familie Papandreou sogar als Mitauslöser der griechischen Krise genannt. Ärgerlicherweise finde ich dieses Video nicht mehr.

    Mein Fazit: Die Vorwürfe scheinen nicht aus der Luft gegriffen zu sein. In jedem Gerücht steckt, das ist meine Lebenserfahrung, ein Körnchen Wahrheit.

    Vielen Dank, Elfi, dass Du Dir stets so viel Mühe machst, uns erstklassig zu informieren.

    Herzliche Grüße sendet

    Gaby

    • Elfi sagt:

      Liebe Gaby,
      leider kam die Info von dir erst heute in meiner Mail Box.
      Ich weiss nicht warum.

      Es freut mich, wenn du mit der Presseschau etwas anfangen kannst und sie gut findest.

      Unter uns gesagt, streikt bei mir in der letzten Zeit etwas gegen diese Flut von immer neuem und doch fast gleichem immer schneller kommenden Gruselzeugs, das man uns präsentiert.

      Ich hoffe auf die Weihnachtszeit und die Pause, die damit verbunden ist und Erholung vom Gruselzeug verspricht.
      Ich habe mich – von Herrn Jahnke animiert – entschlossen 14 Tage in eine wärmere Region zu fliegen.

      Danke und alles Gute und ebenfalls eine erholsame Zeit für dich und Ehemann.

      Elfi.

      • Gaby sagt:

        Liebe Elfi,

        naja, besser die Post kommt spät als nie. ;-)

        Ich kann Deine Gefühle gut nachvollziehen, weil es mir derzeit auch gruselig zumute ist. Früher habe ich mich oft gefragt, wie das wohl ist, in einer Wirtschaftskrise zu leben, sich deswegen zu politisieren, gar bösartig zu seinen Mitmenschen zu werden, sogar einem Diktator zuzujubeln und ausgerechnet von ihm ein besseres Leben zu erhoffen.

        Heute weiß ich, wie es ist, die schwerste Krise seit 1929 zu durchleben. Ganz viele Menschen meines Umfeldes nehmen die Krise gar nicht wahr, wenige politisieren bzw. radikalisieren sich, viele sehen in Einzelaspekten des Kapitalismus den wahren Schuldigen und wieder andere wünschen sich tatsächlich “eine starken Arm”, der alles richtet – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber kaum jemand kommt auf die Idee, den Kapitalismus schlechthin von der Wurzel an kritisch unter die Lupe zu nehmen, weil das im 21. Jhr. immer noch tabu ist.

        Ich bin froh, auf dieser Internetplattform eine Art “Fels in der tosenden Brandung” gefunden zu haben, wo ich objektive Fakten erhalte und darüber hinaus meiner persönlichen Angst, gar meinem Ekel mit so mancher geschriebenen Zeile Luft verschaffen darf. Das hat mir bisher ziemlich geholfen, an der stets subjektiv, oft surreal empfundenen Realität dieser Wirtschaftskrise nicht zu verzweifeln.

        Im Infoportal kann ich meinen inneren Kompass einnorden und gerade deshalb den Kapitalismus autodidaktisch lernend, kritisch betrachten, ohne Gefahr zu laufen, mich ungewollt einer Sekte von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern oder vermeintlichen Heilsbringern anzuschließen. Das ist auch Dein Verdienst, liebe Elfi.

        Ich wünsche Dir einen wunderschönen Urlaub, danke Dir sehr herzlich für all Deinen Einsatz bei der Zusammenstellung und Kommentierung der Presse-Show und überhaupt habe ich Dich sehr lieb.

        Mit herzlichen Grüßen und alles Gute,

        Gaby

      • Elfi sagt:

        Hallo Gaby

        “Ich bin froh, auf dieser Internetplattform eine Art „Fels in der tosenden Brandung“ gefunden zu haben, wo ich objektive Fakten erhalte und darüber hinaus meiner persönlichen Angst, gar meinem Ekel mit so mancher geschriebenen Zeile Luft verschaffen darf. Das hat mir bisher ziemlich geholfen, an der stets subjektiv, oft surreal empfundenen Realität dieser Wirtschaftskrise nicht zu verzweifeln”, schreibst du.
        Mir geht es im Grunde genauso. Ich weiss nicht, ob ich durchgehalten hätte ohne mindestens 1 Freund, der mitleidet und mit dem (denen) ich über den Schwachsinn reden kann und dabei auch lernen kann.
        Das Infoportal war dabei für mich auch der Anfang eines Austausches der weiterhilft und bewahrt den Kopf in den Sand zu stecken, um der Verzweiflung zu entgehen.

        Schöne Festtage wünscht dir
        Elfi

  9. Christian A. Wittke sagt:

    Chinas Frechheit wird siegen…

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,786112,00.html

  10. chriwi sagt:

    Eine Erklärung der Wirtschaft in 2.5 Minuten. Auch in den USA wird erkannt, dass zu starke Ungleichheit nicht zu mehr Wohlstand für alle führt.

    http://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com/2011/06/die-wahrheit-
    uber-die-wirtschaft-in-25.html#more

  11. Rumpel sagt:

    http://www.guernicamag.com/blog/2652/noam_chomsky_my_reaction_to_os/

    Noam Chomsky: My Reaction to Osama bin Laden’s Death
    May 6, 2011

    We might ask ourselves how we would be reacting if Iraqi commandos landed at George W. Bush’s compound, assassinated him, and dumped his body in the Atlantic.

  12. Rumpel sagt:

    heise: Die Pleite der USA

    Die Pleite der USA
    Alexander Dill 19.04.2011
    Warum die Vereinigten Staaten seit dem 15. September 2009 pleite sind und was das mit unserer Altersversorgung zu tun hat

    Wann ist ein Staat bankrott? Die Antwort ist unspektakulär: Wenn er seine Anleihen nicht mehr auf den Finanzmärkten verkaufen kann. Wann aber ist dies der Fall und wie lässt sich das nachweisen? Leider gar nicht. Jene Banken, die sich als Konsortialbanken zur Abnahme von Staatsanleihen verpflichten und diese auf dem Weg einer Auktion auf den Markt bringen, sind nicht dazu verpflichtet, nicht verkaufte Staatsanleihen zu melden. Da diese verzinst sind, können sie sie mühe- und risikolos selbst halten oder in eigenen und in von ihnen verwalteten Kundenfonds parken.

    Das Geld dafür können sie zum Zinssatz von 0,1 Prozent etwa von der amerikanischen Zentralbank bekommen. Dies erklärt, warum Banken für Staaten als derart systemrelevant angesehen werden, dass ein Staat lieber seine Industrie, seinen Mittelstand und seine Innovationsfähigkeit opfert als seine einzige Geldquelle, die Too-big-to-fail-Geldinstitute.

    Wenn diesen zudem zufällig noch die Zentralbank gehört, dann können Geldschöpfungsketten für eine besondere Geldart entstehen, die unter Fachleuten als Giralgeld bezeichnet wird, das vom Zentralbankgeld insbesondere dadurch unterschieden wird, dass es nie in Scheine und Barguthaben gewechselt werden kann, soll und darf. Es bleibt ein Auszug über ein Depot, das man lieber nicht verkaufen sollte, um seinen echten Wert nicht unnötig einem Belastungstest zuzuführen.

    Das Spiel mit der Altersversorgung

    Es gibt für diese Depotauszüge für mehr oder weniger fiktive Forderungen an künftige Generationen auch einen für jeden Laien verständlichen Begriff: Altersversorgung. Diese besteht in Zahlungsversprechen, deren Höhe der Ulmer Finanzwissenschaftler Dirk Solte bereits 2007 in seinem Buch “Weltfinanzsystem am Limit: Einblicke in den ‘Heiligen Gral’ der Globalisierung” auf 150 Billionen Euro schätzte – und damit 37mal so hoch wie das Zentralbankgeld aller Staaten der Welt.

    N.Y.Times: Stimulus by Fed Is Disappointing, Economists Say

    WASHINGTON — The Federal Reserve’s experimental effort to spur a recovery by purchasing vast quantities of federal debt has pumped up the stock market, reduced the cost of American exports and allowed companies to borrow money at lower interest rates.

    But most Americans are not feeling the difference, in part because those benefits have been surprisingly small.

    The Fed is Now Pumping $200 BILLION Per Month

    This is a chart of the adjusted US Monetary Base. It’s essentially a very simple means of charting how much money the US Federal Reserve is pumping into the system (on top of QE 2 which is providing another $100 billion in liquidity per month).

    As you can see, starting in January 2011, the Fed left a paperweight on the “print” button. Since that time, it’s put $500 BILLION into the system. When you combine the $100 billion in liquidity provided by QE 2, we’re talking about $800-900 billion enter the financial system in 2011 alone.

    There is only one period in which the Fed engaged in a similar amount of money pumps. And that was… during the depth of the 2008 Crisis from October- December 2008 (the two periods are comparable as the Fed didn’t have QE2 in 2008).

    blog.fefe.de

    Wenn ihr der Klima-Debatte ein bisschen gefolgt seid, habt ihr bestimmt mitgekriegt, dass es da angeblich substantiell viele Wissenschaftler gibt, die daran zweifeln, dass die Klimaveränderung vom Menschen verursacht wird. Hier hat sich mal jemand eine Liste von 900 Papers angeguckt und kam zu folgendem überraschenden Ergebnis:

    However, a preliminary data analysis by the Carbon Brief has revealed that nine of the ten most prolific authors cited have links to organisations funded by ExxonMobil, and the tenth has co-authored several papers with Exxon-funded contributors.

    Analysing the ‘900 papers supporting climate scepticism’: 9 out of top 10 authors linked to ExxonMobil

    However, a preliminary data analysis by the Carbon Brief has revealed that nine of the ten most prolific authors cited have links to organisations funded by ExxonMobil, and the tenth has co-authored several papers with Exxon-funded contributors.

    The top ten contributors are alone responsible for 186 of the papers cited by the Global Warming Policy Foundation. The data also shows that there are many other familiar climate sceptic names among the major contributors to the list.

    • globalnote sagt:

      “Wann ist ein Staat bankrott? Die Antwort ist unspektakulär: Wenn er seine Anleihen nicht mehr auf den Finanzmärkten verkaufen kann. Wann aber ist dies der Fall und wie lässt sich das nachweisen? Leider gar nicht. Jene Banken, die sich als Konsortialbanken zur Abnahme von Staatsanleihen verpflichten und diese auf dem Weg einer Auktion auf den Markt bringen, sind nicht dazu verpflichtet, nicht verkaufte Staatsanleihen zu melden. Da diese verzinst sind, können sie sie mühe- und risikolos selbst halten oder in eigenen und in von ihnen verwalteten Kundenfonds parken.
      Das Geld dafür können sie zum Zinssatz von 0,1 Prozent etwa von der amerikanischen Zentralbank bekommen. Dies erklärt, warum Banken für Staaten als derart systemrelevant angesehen werden, dass ein Staat lieber seine Industrie, seinen Mittelstand und seine Innovationsfähigkeit opfert als seine einzige Geldquelle, die Too-big-to-fail-Geldinstitute.”

      Das ist leider ziemlicher Unfug. Denn Banken mögen zwar durch die Zinsdifferenz angelockt werden, müssen aber das Risiko berücksichtigen, zumal nach der letzten Krise. Sie werden auch US-Anleihen nicht mehr kaufen, wenn das Risiko zu hoch wird, was offensichtlich bisher nicht der Fall ist. Deshalb sind die USA bisher nicht pleite. Ihre Schuldenquote ist immer noch niedriger als die deutsche, sie leiden nicht unter der Euro-Krise und sie können als Hauptreservewährung immer noch eine Menge Geld drucken, ohne pleite zu sein. Leute, laßt doch die Tassen im Schrank!

  13. Mabuse sagt:

    Sehr geehrte Elfi,

    erst einmal ein großes Danke für die Mühen, die Sie sich mit Ihrer Presseschau machen.

    Als zweites einen Hinweis auf die Grichenland Zeitung. Eine deutschsprachige Zeitung, die in Athen erscheint und Griechenland zum Thema hat. (Möglicherweise haben Sie sie selbst schon entdeckt. Dann ist der Hinweis natürlich obsolet.)

    Sie ist unter der Web-Adresse “www.griechenland.net” online erreichbar. Leider kann nur ein kleiner Teil der Artikel frei eingesehen werden. Um alle Artikel einsehen zu können, muß man ein Online-Abo zeichnen.

    Aber auch schon die frei einsehbaren Artikel bringen Material, dass so in der deutschen Presse nicht steht. Aus den Artikeln wird deutlich, was die Eurokrise für den griechischen Alltag bedeutet. Aktuelles Beispiel:

    http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=11134

    Einen schönen Gruß

    Mabuse

    • Elfi sagt:

      Hallo Herr “Mabuse”,
      ich kannte bisher diese Griechenland Zeitung noch nicht.
      Der Artikel speziell den sie verlinkten, liest sich wie ein Kapitel eines Lehrstücks: Wie runiere ich ein Volk und eine Volkswirtschft, die diesen Namen verdienen würde.
      Herzlichen Dank
      Elfi

  14. Rumpel sagt:

    Michael Moore: America Is Not Broke

    America is not broke.

    Contrary to what those in power would like you to believe so that you’ll give up your pension, cut your wages, and settle for the life your great-grandparents had, America is not broke. Not by a long shot. The country is awash in wealth and cash. It’s just that it’s not in your hands. It has been transferred, in the greatest heist in history, from the workers and consumers to the banks and the portfolios of the uber-rich.

    Today just 400 Americans have more wealth than half of all Americans combined.

    Let me say that again. 400 obscenely rich people, most of whom benefited in some way from the multi-trillion dollar taxpayer “bailout” of 2008, now have more loot, stock and property than the assets of 155 million Americans combined. If you can’t bring yourself to call that a financial coup d’état, then you are simply not being honest about what you know in your heart to be true.

    Die GAUs in Japan und der Aufruhr in der arabischen Welt lenkt ab von dem was anderswo passiert: Über Elfenbeinküste wird höchstens noch im Zusammenhang mit Kakaopreisen berichtet. Aber natürlich gibts nur wenige Auslandskorespondenten in Afrika, meist zuständig für den halben Kontinent…

    Eine Zeitung aus Kamerun berichtet über große Umbesetzungen in der US-Botschaft, nachdem Pläne, Gbagbo auf der Reise nach Addis Abeba umzubringen, wohl ihren Weg zu Gbagbo fanden.
    Déstabilisation de la Côte d’Ivoire / Philip Carter III chasse les diplomates américains pro-Gbagbo
    Die Google-Übersetzung ins deutsche war unbrauchbar, deswegen hier die engl.Version:
    Destabilization of Côte d’Ivoire / Philip Carter III Hunting American diplomats pro-Gbagbo

    ivoireleaks.de hat interessante Links zum Thema, FAZ berichtet über Wahlmanipulationen, TAZ betreibt Kriegshetze…

    Multilaterale Wahlen bringen Bürgerkrieg

    Die Wahlen in Côte d’Ivoire sollten dem Land neue Einigkeit bringen. Nun sieht es jedoch eher so aus, als würde der Bürgerkrieg neu eskalieren – mit der UN als Konfliktpartei.

    http://imi-online.de/download/Februar2011_Elfenbeink.pdf

    Die UN-Mission UNOCI ist seit April 2004 in Côte d’Ivoire stationiert und umfasst 7.500 Soldaten und knapp 1.500 Polizisten. Sie löste damals eine Intervention der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) ab. Diese hatte 2003 mit Unterstützung der USA, Großbritanniens und Belgiens und finanzieller Hilfe aus dem European Development Fund in einen Bürgerkrieg interveniert, der ein Jahr zuvor aus einer kleinen Meuterei von Soldaten hervorging.

    • Elfi sagt:

      Guten Tag, erst einmal zum Problem Elfenbeinküste.
      Beim Lesen des Artikels wusste ich manchmal nicht so recht, ob ich lachen oder weinen sollte. Abwechselnd habe ich dann Beides getan.

      Es ist einfach ein Irrsin wie wir uns das Leben auf diesem Planeten eingerichtet haben. Und jeder Irrsin hat auch seine lachhafte Seite.

      Es gibt so Vieles über das wir (ich) nicht gut informiert sind. Dieser Artikel ist so ein Beispiel. Nichts wissen wir oft, was die Menschen da und auch dort wirklich fühlen, wie es ihnen wirklich geht und was sich sozial und politisch wirklich abspielt.
      Die Schlussbetrachtungen des Artikels den du geschickt hast, bringen mal wieder, ironisch formuliert, die Vielfalt auf die Einfalt. Leider sieht das wirklich so aus: siehe unten.
      Beste Grüsse
      Elfi

      Côte d‘Ivoire ist dabei nur das aktuellste von zahlreichen Beispielen,
      in denen die ehemaligen Kolonialmächte massiv in die
      Regierungsbildung afrikanischer Staaten eingreifen und hierzu
      die UN, den Internationalen Strafgerichtshof, die Afrikanische
      Union und subregionale Organisationen wie die ECOWAS
      instrumentalisieren. Die Internationalen Organisationen verlieren
      hierdurch an Legitimität und werden zu Konfliktparteien. Es
      setzt sich damit ein Trend fort, der untrennbar mit der Aufgabe
      des Souveränitätsprinzips verbunden ist: multilaterale Einsätze
      von UN- oder AU-Truppen in Bürgerkriegen, welche die ehemligen
      Kolonialmächte, USA und EU meinen, von außen steuern
      zu können, neue Grenzziehungen und die Entscheidungen
      über Wahlergebnisse von New York und Brüssel aus. Dagegen
      regt sich langsam Widerstand in der Afrikanischen Union und
      einzelnen afrikanischen Staaten (Tschad, Kongo, Côte d‘Ivoire)
      die in jüngster Zeit die UN zum Verlassen ihres Territoriums
      aufgefordert haben. Auch in der Bevölkerung wächst die Wahrnehmung
      der „Internationalen Gemeinschaft“ und ihrer Institutionen
      als neuer Form des Kolonialismus. Bedauerlich nur, dass
      diese antikoloniale Wut – wie in Côte d`Ivoire – von Diktatoren
      in eine nationalistische und fremdenfeindliche Agenda integriert
      werden kann. Nationalismus und Demagogie haben Konjunktur
      in Zeiten des Souveränitätsverlustes – nicht nur in Afrika.

  15. Rumpel sagt:

    Unsere Presse hat zwar kaum Korrespondenten in Afrika, weiß aber alles über Elfenbeinküste…
    http://ivoireleaks.de/index.html

    IBM hat das Patentieren patentiert:
    http://www.heise.de/ix/meldung/IBM-patentiert-den-Patentprozess-1166251.html
    http://www.conceivablytech.com/4823/business/the-ultimate-patent-troll-patent-get-sued-when-you-file-a-patent/

    Globalisierung macht auch vor der Polizei nicht halt:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33995/1.html

    3-Teiliger Artikel “Der Euro unter Beschuß”
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33907/1.html
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33908/1.html
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33909/1.html

    Zum Thema “irgendwie müssen wir doch Zensurinfrastrukturen aufbauen, bevor die Demokratie am Hindukusch und anderswo gefährdet wird…”

    Löschen und Sperren

    Joachim Jakobs 10.01.2011
    Im EU-Parlament soll über Websperren entschieden werden, Kinderpornographie ist nur der Anfang, die Liste der blockadewürdigen Inhalte ist lang
    Offener Brief an die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Berichterstatterin in dessen [extern] Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33987/1.html

    dazu passend:

    Musik in den Ohren eines Perversen

    Joachim Jakobs 23.07.2010
    Offener Brief an die EU Kommissarin für Innenpolitik: Bitte keine Werbeprogramme für Kinderpornoseiten!
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32970/1.html

    Jetzt kommen wir zum Kern und müssen überlegen: Ist gut gemeint denn auch tatsächlich gut? Der [extern] Studie eines Dänischen Zugangsanbieters zu Folge sind weltweit sage und schreibe 28 Internetseiten sperrwürdig, weil sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht zu löschen wären. Ich wiederhole: 28!! Wegen 28 Internetseiten wollen wir uns ernsthaft mit totalitären Systemen wie Iran und China auf eine Stufe stellen?? Herzlichen Glückwunsch! Viel Spaß bei künftigen Gesprächen mit der Pekinger Führung über philosophische Themen wie “Freiheit” und “Menschenrechte”.

    Eine Autorin zum Thema “politische Ausbeutung der Kinder”
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33955/1.html
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33957/1.html

    Der Artikel erklärt, warum der E-Post-Brief für den Verbraucher nur Nachteile bringt, und keine echte Rechtssicherheit…

    E-Postbrief verschafft 1 Million Anwendern “gefühlte” Rechtssicherheit

    Offener Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post DHL

    Joachim Jakobs 30.12.2010
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33845/1.html

    weiterer hochbezahlter Unsinn aus den Ministerien, in denen geballter politischer Sachverstand herrscht:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherschutzministerin-will-Verfallsdaten-fuer-Bilder-durchsetzen-1167777.html

    Ein einfacher Screenshot durch einen Betrachter überwindet die Ergebnisse der Verschlüsselungsorgie.

    Für diese Erkenntnis braucht man weder ein Informatikstudium, noch ein Abitur, gesunder Menschenverstand und einfache PC-Kenntnisse reichen.

    Einen Screenshot macht man am PC mit Strg-Druck, (Kopieren des Bildschirms in die Zwischenablage), und anschließend fügt man das Bild in eine Bildbearbeitungssoftware ein, z.B. irfanview.
    Es gibt noch weitere Möglichkeiten…

    Buchbesprechung:

    Ethische Legitimität und die Durchsetzung von Interessen

    Reinhard Jellen 08.01.2011
    Interview mit Pascal Beucker und Anja Krüger über die Lügen in der deutschen Politik
    Die Journalisten Pascal Beucker und Anja Krüger sammelten in ihrem Buch [extern] Die verlogene Politik Unwahrheiten und Verdrehungen deutscher Politiker von Konrad Adenauers “Geschwätz von Gestern” über die Rede Helmut Kohls von “blühenden Landschaften” und die ins Gegenteil verkehrten Wahlversprechen von Rot-Grün bis hin zu Guido Westerwelles Lamento über die spätrömische Dekadenz und die phantasievollen Eingebungen der Bundesregierung zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Ihr Hauptaugenmerk richteten die beiden dabei vor allem auf Unwahrheiten und Verwerfungen der jüngeren Politik.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33971/1.html

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