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30. Januar 2012 um 21:27 |
Schlecker ist keine GmbH sondern ein e.K.
13. Januar 2012 um 21:45 |
Hallo Gaby, ( zu deinem Kommentar vom 6. Januar 2012 um 21:34)
Wir alle leben im deutschen Kapitalismus – seit mindestens 20 Jahren zunehmend neoliberal globalisierender Prägung. Diese ist an niemand spurlos vorbeigegengen.
Die Plutokraten haben den Staatshaushalt mittels verschiedenster Regierungen an die Kette gelegt und sagen wo es im angloamerikanischen Finanzstil lang geht. Solange der GINI-Koeffizient erträgliche Verteilung widerspiegelt und der Mittelstand zufrieden ist (Hoffnungsträger Auftsiegsmobilität), wird der deutsche Michel nicht aufbegehren, sondern seinen parteipolitischen Medienreferenten (sie flimmern ja auf allen Kanälen) je nach sozialer Schicht und Gusto treu folgen.
Die Führungseliten aller Coleurs sorgen sich sehr um ihre soziale Sicherung und sonst um (fast) gar nichts. Sie verteilen die Steuergelder und legen die Steuerhöhe schön sozial geschichtet bibeltreu fest (wer hat, dem sollst du geben). Sie entscheiden über Krieg und Frieden und Souveränitätsaufgabe und Abschaffung des GG. Sie sind offen für jede Art von Erpressung durch Wirtschaft und Finanzen (Verlagerung, Entlassung, Schließung) und reden sich mit globalem Wettbewerb angeblich zwischen Staaten von ihrer sozialen Verantwortung frei.
Insofern alle von uns in diesem System leben, sind auch wir von ihm geprägt. Es ist daher falsch sich selber die einzige wahre Sicht der Dinge zuzugestehen, indem man anderen diese simpel abspricht. Wenn du meinst nur Herr Jahnke und caw hätten im Blog diese Wahrheit gepachtet (“einzig klardenkender Mensch”), hast du dich ja selbst davon ausgeschlossen, was deine Artikel entwertet – und andere beleidigt.
Andere Meinungen (außer bei reinen Demagogen und Dümmligen) kommen durch andere Prägungen zustande, die Weltsicht- oder Anschauung kann völlig verschieden sein. Auch ein Lafontaine muss zuerst mal im Kontext seiner Äußerungen verstanden werden. Als Politiker ist man immer in Opposition zu anderen Parteien und es wird viel Zweckdienliches geschwätzt. Man könnte aber auch seine Analysen nehmen und viel tiefere Gedankengänge erkennen. Ob diese schlüssig genug sind oder gar politikfähig, obliegt einer genaueren Bewertung. Und manchmal zeigt erst die Geschichte wer Recht hatte und wer nicht. Bitte sprich mir und anderen nicht ab, klar denkende Menschen zu sein.
Beste Grüße
Elfi
15. Januar 2012 um 17:45 |
Liebe Elfi,
selbstverständlich gehöre ich politisch wie wirtschaftlich nicht zu den klar denkenden Menschen, weil mir der Durchblick fehlt, ein Umstand, den ich nie verschwiegen habe. Erst auf dieser Plattform erschließen sich mir mehr und mehr politische wie volkswirtschaftliche Zusammenhänge bzw. Begriffe und meine Kommentare haben natürlicherweise Mängel, sei es, weil es mir an Ausbildung fehlt oder an entsprechender Lebens- wie Berufserfahrung. In diesen beiden Beziehungen (politisch und wirtschaftlich) sind mir Dr. Jahnke und caw Äonen voraus, können also, unter Berücksichtigung dieses Kontextes, wesentlich klarer denken als ich und viele andere Menschen.
Sollte ich Dich oder jemand anderen unbeabsichtigt beleidigt haben, entschuldige ich mich hiermit.
Mit freundlichen Grüßen
Gaby
10. Januar 2012 um 21:56 |
Hier der Beweis, was die CDU/CSU wirklich ist: ein asozialer Haufen!
http://www.taz.de/Unterbezahlung-von-Leiharbeitern/!84170/
Findet dies einen Platz in der Presseschau, auch wenn er gegen die CDU geht? Sich nicht mit Inflation, also der Entwertung der Vermögen der Bessergestellten, befasst?
Als Kommentar dazu zitiere ich einen der Artikelleser, Hans, der diesen Artikel kommentierte (Mir fehlen ob meiner Wut schlicht die Worte. Dreinschlagen könnte ich.):
von Hans:
So viel zur Ernsthaftigkeit der CDU. Auf dem Parteitag klatschen sie, wenn die Kameras eingeschaltet sind. Da machen sie einen auf sozial, aber in Wirklichkeit schlägt deren Herz auf der rechten, der Arbeitgeber-Ausbeuterseite. Wenn es in der deutschen Politik ein Tiefkühlfach gibt, dann dort wo Ursula von der Leyen und die CDA-Alibitruppe ihr Unwesen treiben.
Dagegen ist die FDP in ihrem Blickwinkel der Wettbewerbsverzerrung durch Lohndumping geradezu glaubhaft, aber auch nur oberflächlich (Siehe Guido-Hartz-IV).
Schade, dass wir mit der SPD eine Opposition aus Gurkengläsern haben … was da drinnen ist, steht drauf: Ein Ersatzgurkentruppe.
13. Januar 2012 um 21:28 |
> Und die Justiz wirkt – wie es Marx schon vor 150 Jahren erläuterte – als machterhaltender Büttel >
Hallo Gast,
solange Eigentums- vor Sozialschutz geht und solange antisoziale Schulden- statt Profitbremsen das Grundgesetz verdrehen, wird der Staat und seine Machtorgane formaljuristisch stets auch den hungrigen Arbeitslosen einen Dieb nennen und die Liberalen ihn einen dekadenten Arbeitsscheuen. Ob Pfandbon für 1,80 oder das Sekretärinnenbrötchen vom Verhandlungstisch der Chef oder ein Keks aus der Mülltonne – Eigentum ist nicht mehr dem Allgemeinwohl verpflichtet, so wie der Eigennutz aus diesem Eigentum es nicht sein kann. Erschreckend ist die Ernsthaftigkeit, mit der Bäcker, Staatsanwaltschaft und Gericht diese Bagatelle verfolgen und alle Register ziehen. Das erinnert an die bürokratischen Blockwarts der Hitlerzeit. Ein Bürger ist heute eben nicht systemisch und wäre er Griechenland oder eine Bank – er müsste für die Milliarden zu seiner Rettung nicht adäquat arbeiten. Aber so – to small to be supported (zu klein um unterstützt zu werden).
Zur Frage der Inflation hat Herr Jahnke jetzt eine Antwort gegeben im 2. Teil von global news 2581 14-01-12: Wie gut ist eigentlich die Arbeit der deutschen Gewerkschaften?.
Sie finden das im Kapitel:
Bei Inflation leiden vor allem die “kleinen Leute” und profitieren die Reichen http://www.jjahnke.net/rundbr88.html#2580
Beste Grüße
Elfi
10. Januar 2012 um 21:34 |
Jahrzehntelange asoziale Politik, betrieben von den neoliberalen Parteien CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne musste zwangsläufig zu solchen Umständen führen:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-in-lueneburg-mann-nahm-kekse-aus-muelltonne-1.1253894
Und die Justiz wirkt – wie es Marx schon vor 150 Jahren erläuterte – als machterhaltender Büttel!
5. Januar 2012 um 18:57 |
http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/s/d/03.01.2012-19.05/b/fuer-gelenkten-kapitalismus.html
Das, was dort im Bericht beschrieben und von Prof. Max Otte (zurück)gefordert wird, ist das, was gemeinhin als “Rheinischer Kapitalismus” bezeichnet wird.
Wer und welche Gruppierung, der und die heute in den Mainstreammedien Gehör findet – zumindest hin und wieder, wenn auch zumeist auf polemischen Wege negativ bewertet -, erhebt heute solche Forderungen?
Lafontaine und Die Linke! Beispiel: Vergemeinschaftung der Banken, der Stromkonzerne, der Bahn. Man erinnere sich auch daran, dass Lafontaine, noch als SPD-Finanzminister sich schon Ende der Neunziger für eine stärkere Regulierung des Finanzsektors stark machte und deshalb von der englischen Press (Murdock!) als “gefährlichster Mann Europas” bekämpft wurde. Eine Kampagne, die dann von der hiesigen Presse, zuvörderst Bild, schnell aufgegriffen wurde, die eine SPD-Regierung fürchtete und bekämpfte, die ihr zentrales 98-Wahlversprechen – mehr Soziale Gerechtigkeit! – noch ernst nehmen würde.
Ach, hätte sich Lafontaine damals gegen die in der SPD-Führung schon damals mehrheitliche Kamarilla um Schröder (Hombach, Steinmeier, Clement, das ganze Seeheimer-Gesocks) nur durchgesetzt … was wäre uns an Finanzkrise und die daraus resultierende heutige Eurokrise erspart geblieben. Und ein dermaßen großer Sozialabbau (Schleifung der Sozialen Sicherungssysteme, verstärkte Umverteilung von Unten nach Oben (starke Senkung des Spitzensteuersatzes, niedrige Abgeltungssteuer, etc.) wie es unter den Schröderistis und nachfolgend unter Müntefering & Co (Rente mit 67) gegeben hat, wäre uns wohl auch erspart geblieben. Nicht zu reden von der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe mit der Sozialhilfe auf Sozialhilfeniveau (heute darunter!).
Kurzum, das “S” in “SPD” stünde wahrscheinlich noch zurecht im Namen. Heute müsste die SPD sich so schreiben: “s”PD!
Findet wenigstens obiger Link Niederschlag in der Presseschau?
5. Januar 2012 um 20:40 |
Mit der Geschichte des Rheinischen Kapitalismus sollten wir etwas vorsichtiger umgehen. Der Rheinische Kapitalismus beruhte nicht auf einer Verstaatlichung der Banken. Und staatliche Banken, nämlich die famosen Landesbanken mit von den Politikern, nicht selten im Rahmen einer Selbstversorgung, bestelltem Personal hat ebenso, wenn nicht noch schlimmer, spekuliert und Kosten auf den Steuerzahler abgewälzt, als die privaten Banken. Auch die Vergemeinschaftung der Stromkonzerne gehörte nicht zum Rheinischen Kapitalismus. Beispielsweise wurde RWE von Stinnes als gemischtwirtschaftliches Unternehmen mit privaten und kommunalen bzw. staatlichen Anteilseignern aufgesbaut, wobei die privaten den größeren Einfluß hatten.
Warum Lafontaine das Handtuch geworfen hat, ist bis heute nicht ganz klar. Murdoch allein hätte das in Deutschland nicht herbeigeführt, auch nicht die BILD.
6. Januar 2012 um 13:07 |
Sie meinen wenn sich Lafontaine damals mit seiner Idee der Finanzmarktregulierung durchgesetzt hätte müssten wir das S bei sPD nicht klein schreiben. Das wäre wohl so gekommen.
Ich denke, wenn Lafontaine sich hätte durchsetzen können, hätte er es getan. Aber da standen Kräfte gegen ihn, die viel stärker waren als Schröder, der sich denen einfach anpasste.
Jahre nach seinem Rücktritt meinte Lafontaine einmal er sei völlig überrascht gewesen in welches Wespennetz er mit dieser Idee gestochen hat.
Ich persönlich habe bei seinem damals blauäugigen Vorstoß die Luft angehalten und gedacht, das überlebt er nicht. Das Spielzeug lassen sich die Finanzkreise nicht wegnehmen.
Warum wusste er das nicht vorher in welchem Wespennest er agiert?. In welcher Welt hat er sich bewegt, was hatte er verstanden von den Machtverhältnissen in dieser Welt ?
Das muss man eben auch mitdenken, wenn man an Lafontaine denkt.
Beste Grüße
Elfi
6. Januar 2012 um 21:34
Hallo Gast, Elfi und Mitlesende,
dem Hohelied auf Lafontaine (und die Linke) kann ich nicht zustimmen und zwar aus folgenden Gründen, die noch immer aktuell liegen, sich aber jenseits des schlimmen Noskes, des sozialpolitischen Bluthundes des 20. Jhr. abspielen, aber doch innerhalb seines politischen Wirkkreises.
Als Ministerpräsident des Saarlandes forderte Lafontaine bereits 1988 Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich und längere Maschinenlaufzeiten durch Ausdehnung der Wochenendarbeit (1989). 1993 forderte er längere Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst ohne Lohnausgleich.
1998 folgte die Forderung nach Zwangsarbeit für die Deutschen und per BILD ließ er das deutsche Volk wissen: “Wir werden ähnlich wie in England dafür sorgen, dass die Zahlung von Sozialhilfe an strengere Regeln geknüpft wird! Eine angebotene Arbeit muss angenommen werden. Sonst wird die Sozialhilfe gekürzt!” Sozialstaatliche Leistungen sollten nur noch nach Bedürftigkeit gewährt werden, was einer faktischen Abschaffung der Arbeitslosenversicherung gleichgekommen wäre. Das hätte den Unternehmern mehr als gefallen!!
2003 verlangte Lafontaine die Heraufsetzung des offiziellen Rentenalters von 65 Jahren auf xx. Und so weiter und so fort. Die Liste, die Lafontaine als knallharten Kapitalisten ausweist, ist lang, wie beispielsweise seine “Rotlicht”-Affäre oder die Aussetzung des freien Journalismus durch die “Lex Lafontaine”, eine Einschränkung der Pressefreiheit in 1999, die die saarländische Regierung im März 2000 wieder zurück nahm. Das erinnert uns aktuelle an uneren Bundespräsidenten Wulff – ja, die Ähnlichkeit des Falles ist frappierend.
Um alle diese Einschnitte ins soziale Netz und die Demokrartie zu verschleiern, ist sich Lafontaine schon gar nicht fies, rassistische Ressentiments zu entfachen. 1992 hat er gemeinsam mit der CDU, SPD und FDP zum Asylkompromiss beigetragen, was die faktische Abschaffung des deutschen Asylrechts bedeutet. Darüber hinaus befürwortete Lafontaine die Einrichtung von Flüchtlingslagern in Nordafrika.
In 2004 bedrohte der Frankfurter Polizeipräsident Manfred Daschner einen Festgenommenen mit Folter, um das Versteck eines Kindes heraus zu bekommen. Lafontaine äußerte in der hitzigen deutschen Debatte, dass er es genauso gemacht hätte und ignorierte dabei bewußt oder unbewußt die UN-Anti-Folter Konvention (Artikel 1), wonach seit 1984 bereits die Androhung von Folter Folter ist. Ich denke, spätestens 2004 hat Lafontaine bewiesen, kein Demokrat zu sein.
2005 verlangte Lafontaine, deutsche Arbeitnehmer vor “Fremdarbeitern” zu schützen. Die Vokabel “Fremdarbeiter” lehnt sich eng ans Nazi-Vokabular an. Vermutlich dachte sich Lafontaine, der NPD in dieser Redensart ein paar Wählerstimmen wegschnappen zu können, wenn er den Neonazis ähnlich wird und dabei scheinheilig auf den DUDEN verweist, wie dessen Intellektuelle immer aus dem liberal-konservativen Lager kommen. wie in der Günter Grass und aktuell Gauck.
Also, wo “links” draufsteht, ist meistens wirtschaftsliberal-konservatives Denken und Handeln drin. Lasst euch doch nicht immerzu von dem Märchen veralbern, die linksdrehenden Menschenfreunde wären nicht mit dem Kapitalismus verheiratet!!! Mit ihrer netten Maske der Menschlichkeit treten sie euch seit 1848 immer tiefer in den kapitalistischen Sumpf hinein – allein ihr merkt das nicht, weil das “S” oder “C” im Parteinamen steht und ihr diesen Zeichen vertäut. Dieses Vertrauen ist mittelalterliches Denken, also jenseits des 21. Jhr.
Im übrigen schließe ich mich Dr. Jahnkes Kommentar zu diesem Thema vollumfänglich an. Er scheint mir überhaupt der einzig klardenkende Mensch, neben caw, auf diesem Blogg zu sein, der die Welt so sieht, wie sie ist.
Bis denne,
Gaby
20. Dezember 2011 um 11:27 |
Soweit sind wir schon! Die Armen sollen gerademal so überleben:
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/statt-hartz-iv-vorschuss-ausgabe-von-essenstueten-809653.php
Der Rechtstaat gilt anscheinend nicht mehr für Arme. Denn wie könnten sich Jobcenter sonst solche widerrechtlichen Praktiken leisten. – Es ist ja nicht die Ausnahme. Seit Jahren liest man immer wieder über vergleichbare Fälle. Ich erinnere hier an ungerechtfertigte Sanktionen für Hochschwangere.
MfG
23. Dezember 2011 um 18:29 |
Hallo, Gast,
ich vermute, Du hast über Deine hier völlig zurecht geäußerte Empörung nachgedacht. Zu welchen gedanklichen Ergebnissen ist Dein real empfundenes Entsetzen gelangt?
Mit großem Interesse lese ich Deine Antwort,
Gaby
30. Dezember 2011 um 22:44 |
Hallo Herr Gast und Gaby,
Vielleicht freut sich ja der Wohnungsvermieter, wenn er in Schweinefleisch bezahlt wird. oder die Elektrizitaetswerke.
Sorry, dazu faellt mir nix anderes ein, als das……..
Schade, dass das nicht Schule macht.
Waere doch ne adequate Antwort…..
Gruesse Elfi
4. Januar 2012 um 20:17
Und wie soll das gehen? So liefert er dem Vermieter einen willkommenen Grund, seinen armen Mieter fristlos zu kündigen und die Wohnung zu einer höheren Miete an solventere Mieter neu zu vermieten. Und der große Stromkonzern wird einfach den Strom abstellen und den Armen im Dunkeln sitzen lassen … Als armer Mensch sitzt man immer am kürzeren Hebel.
Und sollte der Arme irgendwann ob der Drangsalierungen explodieren, dann schlägt der Obrigkeitsstaat mit all seiner Macht zu. Entweder wird er kriminalisiert und sanktioniert oder für geistig unzurechnungsfähig erklärt.
5. Januar 2012 um 06:48
War ja ironisch von mir formuliert.
So, wie sie das beschreiben, ist es – leider – meistens.
Beste Grüße
Elfi
7. Dezember 2011 um 19:25 |
Hallo,
hier eine Schilderung einer Inneneinsicht in die neue Partei, “die Piraten”:
http://www.hartz4-plattform.de/pdf/cyber-mobbing-gegen-brigitte-vallenthin-27.11.2011.pdf
Mag sein, dass andernorts sich andere Leute unter der Piratenflagge versammelt haben. Aber mittlerweile häufen sich die Berichte, dass NPD-Mitglieder und ehemalige NPD-Mitglieder in der Piratenpartei eine neue Basis gefunden haben.
Mfg
Gast
13. Dezember 2011 um 06:04 |
Danke für die Zusendung,
ich bin mir auch noch nicht im Klaren, was von dieser Partei zu erwarten ist. Erfahrungsgemäss ist wohl von allen Gruppierungen, die auf Stimmenfang aus sind und zu Institutionen werden wie Parteien, auf Dauer nichts zu erwarten. Es wäre schön mal eines Besseren belehrt zu werden.
Behalten wir uns so oder so erst mal unsere kritische beobachtende Distanz.
Schöne Festtage
Elfi
29. September 2011 um 17:13 |
Betr.: Eurokrise – Wie Hedgefonds gegen Südeuropa wetten
Elfis Kritische Sammlung 109, Inland
Liebe Elfi und Mitlesende,
Kopp-TV hat am 1. Juni 2011 über die scheinbare spekulative Verwicklung Papandreous’ Familie in Höhe von 23 Milliarden griechischen Staatsvermögens berichtet.
Die gleiche Meldung habe ich im Sommer 2010 auf Youtube.de gesehen, ausgestrahlt entweder von ARD oder ZDF; hier wurde die Familie Papandreou sogar als Mitauslöser der griechischen Krise genannt. Ärgerlicherweise finde ich dieses Video nicht mehr.
Mein Fazit: Die Vorwürfe scheinen nicht aus der Luft gegriffen zu sein. In jedem Gerücht steckt, das ist meine Lebenserfahrung, ein Körnchen Wahrheit.
Vielen Dank, Elfi, dass Du Dir stets so viel Mühe machst, uns erstklassig zu informieren.
Herzliche Grüße sendet
Gaby
2. Dezember 2011 um 13:08 |
Liebe Gaby,
leider kam die Info von dir erst heute in meiner Mail Box.
Ich weiss nicht warum.
Es freut mich, wenn du mit der Presseschau etwas anfangen kannst und sie gut findest.
Unter uns gesagt, streikt bei mir in der letzten Zeit etwas gegen diese Flut von immer neuem und doch fast gleichem immer schneller kommenden Gruselzeugs, das man uns präsentiert.
Ich hoffe auf die Weihnachtszeit und die Pause, die damit verbunden ist und Erholung vom Gruselzeug verspricht.
Ich habe mich – von Herrn Jahnke animiert – entschlossen 14 Tage in eine wärmere Region zu fliegen.
Danke und alles Gute und ebenfalls eine erholsame Zeit für dich und Ehemann.
Elfi.
5. Dezember 2011 um 16:58
Liebe Elfi,
naja, besser die Post kommt spät als nie.
Ich kann Deine Gefühle gut nachvollziehen, weil es mir derzeit auch gruselig zumute ist. Früher habe ich mich oft gefragt, wie das wohl ist, in einer Wirtschaftskrise zu leben, sich deswegen zu politisieren, gar bösartig zu seinen Mitmenschen zu werden, sogar einem Diktator zuzujubeln und ausgerechnet von ihm ein besseres Leben zu erhoffen.
Heute weiß ich, wie es ist, die schwerste Krise seit 1929 zu durchleben. Ganz viele Menschen meines Umfeldes nehmen die Krise gar nicht wahr, wenige politisieren bzw. radikalisieren sich, viele sehen in Einzelaspekten des Kapitalismus den wahren Schuldigen und wieder andere wünschen sich tatsächlich “eine starken Arm”, der alles richtet – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber kaum jemand kommt auf die Idee, den Kapitalismus schlechthin von der Wurzel an kritisch unter die Lupe zu nehmen, weil das im 21. Jhr. immer noch tabu ist.
Ich bin froh, auf dieser Internetplattform eine Art “Fels in der tosenden Brandung” gefunden zu haben, wo ich objektive Fakten erhalte und darüber hinaus meiner persönlichen Angst, gar meinem Ekel mit so mancher geschriebenen Zeile Luft verschaffen darf. Das hat mir bisher ziemlich geholfen, an der stets subjektiv, oft surreal empfundenen Realität dieser Wirtschaftskrise nicht zu verzweifeln.
Im Infoportal kann ich meinen inneren Kompass einnorden und gerade deshalb den Kapitalismus autodidaktisch lernend, kritisch betrachten, ohne Gefahr zu laufen, mich ungewollt einer Sekte von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern oder vermeintlichen Heilsbringern anzuschließen. Das ist auch Dein Verdienst, liebe Elfi.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Urlaub, danke Dir sehr herzlich für all Deinen Einsatz bei der Zusammenstellung und Kommentierung der Presse-Show und überhaupt habe ich Dich sehr lieb.
Mit herzlichen Grüßen und alles Gute,
Gaby
13. Dezember 2011 um 05:52
Hallo Gaby
“Ich bin froh, auf dieser Internetplattform eine Art „Fels in der tosenden Brandung“ gefunden zu haben, wo ich objektive Fakten erhalte und darüber hinaus meiner persönlichen Angst, gar meinem Ekel mit so mancher geschriebenen Zeile Luft verschaffen darf. Das hat mir bisher ziemlich geholfen, an der stets subjektiv, oft surreal empfundenen Realität dieser Wirtschaftskrise nicht zu verzweifeln”, schreibst du.
Mir geht es im Grunde genauso. Ich weiss nicht, ob ich durchgehalten hätte ohne mindestens 1 Freund, der mitleidet und mit dem (denen) ich über den Schwachsinn reden kann und dabei auch lernen kann.
Das Infoportal war dabei für mich auch der Anfang eines Austausches der weiterhilft und bewahrt den Kopf in den Sand zu stecken, um der Verzweiflung zu entgehen.
Schöne Festtage wünscht dir
Elfi
14. September 2011 um 06:14 |
Chinas Frechheit wird siegen…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,786112,00.html
24. Juni 2011 um 06:06 |
Eine Erklärung der Wirtschaft in 2.5 Minuten. Auch in den USA wird erkannt, dass zu starke Ungleichheit nicht zu mehr Wohlstand für alle führt.
http://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com/2011/06/die-wahrheit-
uber-die-wirtschaft-in-25.html#more
13. Mai 2011 um 05:32 |
http://www.guernicamag.com/blog/2652/noam_chomsky_my_reaction_to_os/
Noam Chomsky: My Reaction to Osama bin Laden’s Death
May 6, 2011
We might ask ourselves how we would be reacting if Iraqi commandos landed at George W. Bush’s compound, assassinated him, and dumped his body in the Atlantic.
25. April 2011 um 11:30 |
heise: Die Pleite der USA
N.Y.Times: Stimulus by Fed Is Disappointing, Economists Say
The Fed is Now Pumping $200 BILLION Per Month
blog.fefe.de
Analysing the ‘900 papers supporting climate scepticism’: 9 out of top 10 authors linked to ExxonMobil
25. April 2011 um 12:27 |
“Wann ist ein Staat bankrott? Die Antwort ist unspektakulär: Wenn er seine Anleihen nicht mehr auf den Finanzmärkten verkaufen kann. Wann aber ist dies der Fall und wie lässt sich das nachweisen? Leider gar nicht. Jene Banken, die sich als Konsortialbanken zur Abnahme von Staatsanleihen verpflichten und diese auf dem Weg einer Auktion auf den Markt bringen, sind nicht dazu verpflichtet, nicht verkaufte Staatsanleihen zu melden. Da diese verzinst sind, können sie sie mühe- und risikolos selbst halten oder in eigenen und in von ihnen verwalteten Kundenfonds parken.
Das Geld dafür können sie zum Zinssatz von 0,1 Prozent etwa von der amerikanischen Zentralbank bekommen. Dies erklärt, warum Banken für Staaten als derart systemrelevant angesehen werden, dass ein Staat lieber seine Industrie, seinen Mittelstand und seine Innovationsfähigkeit opfert als seine einzige Geldquelle, die Too-big-to-fail-Geldinstitute.”
Das ist leider ziemlicher Unfug. Denn Banken mögen zwar durch die Zinsdifferenz angelockt werden, müssen aber das Risiko berücksichtigen, zumal nach der letzten Krise. Sie werden auch US-Anleihen nicht mehr kaufen, wenn das Risiko zu hoch wird, was offensichtlich bisher nicht der Fall ist. Deshalb sind die USA bisher nicht pleite. Ihre Schuldenquote ist immer noch niedriger als die deutsche, sie leiden nicht unter der Euro-Krise und sie können als Hauptreservewährung immer noch eine Menge Geld drucken, ohne pleite zu sein. Leute, laßt doch die Tassen im Schrank!
26. März 2011 um 20:49 |
Sehr geehrte Elfi,
erst einmal ein großes Danke für die Mühen, die Sie sich mit Ihrer Presseschau machen.
Als zweites einen Hinweis auf die Grichenland Zeitung. Eine deutschsprachige Zeitung, die in Athen erscheint und Griechenland zum Thema hat. (Möglicherweise haben Sie sie selbst schon entdeckt. Dann ist der Hinweis natürlich obsolet.)
Sie ist unter der Web-Adresse “www.griechenland.net” online erreichbar. Leider kann nur ein kleiner Teil der Artikel frei eingesehen werden. Um alle Artikel einsehen zu können, muß man ein Online-Abo zeichnen.
Aber auch schon die frei einsehbaren Artikel bringen Material, dass so in der deutschen Presse nicht steht. Aus den Artikeln wird deutlich, was die Eurokrise für den griechischen Alltag bedeutet. Aktuelles Beispiel:
http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=11134
Einen schönen Gruß
Mabuse
30. März 2011 um 00:25 |
Hallo Herr “Mabuse”,
ich kannte bisher diese Griechenland Zeitung noch nicht.
Der Artikel speziell den sie verlinkten, liest sich wie ein Kapitel eines Lehrstücks: Wie runiere ich ein Volk und eine Volkswirtschft, die diesen Namen verdienen würde.
Herzlichen Dank
Elfi
16. März 2011 um 05:57 |
Michael Moore: America Is Not Broke
Die GAUs in Japan und der Aufruhr in der arabischen Welt lenkt ab von dem was anderswo passiert: Über Elfenbeinküste wird höchstens noch im Zusammenhang mit Kakaopreisen berichtet. Aber natürlich gibts nur wenige Auslandskorespondenten in Afrika, meist zuständig für den halben Kontinent…
Eine Zeitung aus Kamerun berichtet über große Umbesetzungen in der US-Botschaft, nachdem Pläne, Gbagbo auf der Reise nach Addis Abeba umzubringen, wohl ihren Weg zu Gbagbo fanden.
Déstabilisation de la Côte d’Ivoire / Philip Carter III chasse les diplomates américains pro-Gbagbo
Die Google-Übersetzung ins deutsche war unbrauchbar, deswegen hier die engl.Version:
Destabilization of Côte d’Ivoire / Philip Carter III Hunting American diplomats pro-Gbagbo
ivoireleaks.de hat interessante Links zum Thema, FAZ berichtet über Wahlmanipulationen, TAZ betreibt Kriegshetze…
Multilaterale Wahlen bringen Bürgerkrieg
30. März 2011 um 01:28 |
Guten Tag, erst einmal zum Problem Elfenbeinküste.
Beim Lesen des Artikels wusste ich manchmal nicht so recht, ob ich lachen oder weinen sollte. Abwechselnd habe ich dann Beides getan.
Es ist einfach ein Irrsin wie wir uns das Leben auf diesem Planeten eingerichtet haben. Und jeder Irrsin hat auch seine lachhafte Seite.
Es gibt so Vieles über das wir (ich) nicht gut informiert sind. Dieser Artikel ist so ein Beispiel. Nichts wissen wir oft, was die Menschen da und auch dort wirklich fühlen, wie es ihnen wirklich geht und was sich sozial und politisch wirklich abspielt.
Die Schlussbetrachtungen des Artikels den du geschickt hast, bringen mal wieder, ironisch formuliert, die Vielfalt auf die Einfalt. Leider sieht das wirklich so aus: siehe unten.
Beste Grüsse
Elfi
Côte d‘Ivoire ist dabei nur das aktuellste von zahlreichen Beispielen,
in denen die ehemaligen Kolonialmächte massiv in die
Regierungsbildung afrikanischer Staaten eingreifen und hierzu
die UN, den Internationalen Strafgerichtshof, die Afrikanische
Union und subregionale Organisationen wie die ECOWAS
instrumentalisieren. Die Internationalen Organisationen verlieren
hierdurch an Legitimität und werden zu Konfliktparteien. Es
setzt sich damit ein Trend fort, der untrennbar mit der Aufgabe
des Souveränitätsprinzips verbunden ist: multilaterale Einsätze
von UN- oder AU-Truppen in Bürgerkriegen, welche die ehemligen
Kolonialmächte, USA und EU meinen, von außen steuern
zu können, neue Grenzziehungen und die Entscheidungen
über Wahlergebnisse von New York und Brüssel aus. Dagegen
regt sich langsam Widerstand in der Afrikanischen Union und
einzelnen afrikanischen Staaten (Tschad, Kongo, Côte d‘Ivoire)
die in jüngster Zeit die UN zum Verlassen ihres Territoriums
aufgefordert haben. Auch in der Bevölkerung wächst die Wahrnehmung
der „Internationalen Gemeinschaft“ und ihrer Institutionen
als neuer Form des Kolonialismus. Bedauerlich nur, dass
diese antikoloniale Wut – wie in Côte d`Ivoire – von Diktatoren
in eine nationalistische und fremdenfeindliche Agenda integriert
werden kann. Nationalismus und Demagogie haben Konjunktur
in Zeiten des Souveränitätsverlustes – nicht nur in Afrika.
12. Januar 2011 um 00:01 |
Unsere Presse hat zwar kaum Korrespondenten in Afrika, weiß aber alles über Elfenbeinküste…
http://ivoireleaks.de/index.html
IBM hat das Patentieren patentiert:
http://www.heise.de/ix/meldung/IBM-patentiert-den-Patentprozess-1166251.html
http://www.conceivablytech.com/4823/business/the-ultimate-patent-troll-patent-get-sued-when-you-file-a-patent/
Globalisierung macht auch vor der Polizei nicht halt:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33995/1.html
3-Teiliger Artikel “Der Euro unter Beschuß”
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33907/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33908/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33909/1.html
Zum Thema “irgendwie müssen wir doch Zensurinfrastrukturen aufbauen, bevor die Demokratie am Hindukusch und anderswo gefährdet wird…”
Löschen und Sperren
Joachim Jakobs 10.01.2011
Im EU-Parlament soll über Websperren entschieden werden, Kinderpornographie ist nur der Anfang, die Liste der blockadewürdigen Inhalte ist lang
Offener Brief an die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Berichterstatterin in dessen [extern] Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33987/1.html
dazu passend:
Musik in den Ohren eines Perversen
Joachim Jakobs 23.07.2010
Offener Brief an die EU Kommissarin für Innenpolitik: Bitte keine Werbeprogramme für Kinderpornoseiten!
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32970/1.html
Eine Autorin zum Thema “politische Ausbeutung der Kinder”
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33955/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33957/1.html
Der Artikel erklärt, warum der E-Post-Brief für den Verbraucher nur Nachteile bringt, und keine echte Rechtssicherheit…
E-Postbrief verschafft 1 Million Anwendern “gefühlte” Rechtssicherheit
Offener Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post DHL
Joachim Jakobs 30.12.2010
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33845/1.html
weiterer hochbezahlter Unsinn aus den Ministerien, in denen geballter politischer Sachverstand herrscht:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherschutzministerin-will-Verfallsdaten-fuer-Bilder-durchsetzen-1167777.html
Für diese Erkenntnis braucht man weder ein Informatikstudium, noch ein Abitur, gesunder Menschenverstand und einfache PC-Kenntnisse reichen.
Einen Screenshot macht man am PC mit Strg-Druck, (Kopieren des Bildschirms in die Zwischenablage), und anschließend fügt man das Bild in eine Bildbearbeitungssoftware ein, z.B. irfanview.
Es gibt noch weitere Möglichkeiten…
Buchbesprechung:
Ethische Legitimität und die Durchsetzung von Interessen
Reinhard Jellen 08.01.2011
Interview mit Pascal Beucker und Anja Krüger über die Lügen in der deutschen Politik
Die Journalisten Pascal Beucker und Anja Krüger sammelten in ihrem Buch [extern] Die verlogene Politik Unwahrheiten und Verdrehungen deutscher Politiker von Konrad Adenauers “Geschwätz von Gestern” über die Rede Helmut Kohls von “blühenden Landschaften” und die ins Gegenteil verkehrten Wahlversprechen von Rot-Grün bis hin zu Guido Westerwelles Lamento über die spätrömische Dekadenz und die phantasievollen Eingebungen der Bundesregierung zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Ihr Hauptaugenmerk richteten die beiden dabei vor allem auf Unwahrheiten und Verwerfungen der jüngeren Politik.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33971/1.html